Bewertung / Abrechnung von Palettenkonten27. August 2014

Zum Jahresbeginn 2015 gibt es steuerrechtliche Neuregelungen, die stärker zwischen Pfand- und Tauschsystemen differenzieren. Bereitstellung gegen Pfand und Rücknahme gegen Erstattung dieses Pfands stellen normale Lieferungen dar, die der Umsatzsteuer unterliegen. Gleiches gilt auch für Nutzungsentgelte, Handlinggebühren oder den vereinbarten, wiederkehrenden Ausgleich von Palettensalden in Geld. Wird hingegen „klassisch“, d. h. kostenfrei getauscht – egal ob sofort bei Lieferung oder später – und es erfolgt lediglich in Ausnahmefällen eine Ausgleichszahlung für Palettenschulden, deren Tausch unmöglich geworden ist (Diebstahl, Defekt, Verlust etc.), dann stellt dies einen sogenannten „echten Schadensersatz“ dar, der nicht der Umsatzsteuer unterliegt.

C-Logistic unterstützt beide Systeme, sodass es Ihnen freisteht, welches Sie anwenden. Wichtig ist, dass Sie beide grundlegenden Fälle, die steuerpflichtige Lieferung als auch den nicht steuerbaren Schadensersatz, mit C-Logistic korrekt abbilden können. Darüber hinaus haben wir die Palettenabrechnung in folgenden Punkten erweitert und damit für Sie noch komfortabler gemacht:

  • Je nach Art des Palettensaldos (Guthaben/Schulden) erfolgt ein automatischer Wechsel der Belegart (Gutschrift oder Rechnung). Damit wird auch den neuen steuerlichen Vorschriften in diesem Bereich Rechnung getragen.
  • Für die Palettenabrechnung stehen ab sofort separate Rechnungs- und Gutschriftsnummernkreise (N098 und N099) zur Verfügung. Damit kann die Palettenbuchhaltung vom Kerngeschäft (Transportleistung, Lieferungen etc.) getrennt geführt werden. (Wie in den anderen Nummernkreisen auch, können Rechnungen und Gutschriften natürlich auch zusammen geführt werden.)
  • Palettenverbindlichkeiten und Palettenforderungen werden miteinander verrechnet und im Ergebnis als Gutschrift (kontiert auf Aufwandkonto) oder Rechnung (kontiert auf Erlöskonto) ausgewiesen. Bei Gutschriften besteht die Option, diese bis zum Palettenausgleich zurückzustellen. Über sogenannte Kontierungsformeln in der Bewertung können Rechnungen und Gutschriften auf unterschiedliche Sachkonten verbucht werden.

Hinweis: Dieser Beitrag versteht sich nicht als Steuer- und/oder Rechtsberatung. Bitte kontaktieren Sie in Zweifelsfragen Ihren Steuerberater oder Anwalt!